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<title>Argali</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Argali</span></h1>
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<p>Als <b>Argali</b> oder <b>Riesenwildschaf</b> (<i>Ovis ammon</i>-Gruppe) wird eine Gruppe nahe verwandter <a href="Art_(Biologie)" title="Art (Biologie)">Arten</a> der <a href="Schafe" title="Schafe">Schafe</a> bezeichnet. Sie stellen deren größten wildlebenden Vertreter dar. Ursprünglich wurden mit Argali und der wissenschaftlichen Bezeichnung <i>Ovis ammon</i> alle diese Arten zusammengefasst.
</p>

<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Beschreibung">Beschreibung</h2></div>

<p>Die Widder der nordöstlichen Formen erreichen eine <a href="Schulterh%C3%B6he" class="mw-redirect" title="Schulterhöhe">Schulterhöhe</a> von 135&nbsp;cm und ein Gewicht von bis zu 216&nbsp;kg. Die südwestlichen Vertreter sind in der Regel etwas kleiner.
</p><p>Die Fellfarbe der Argalis variiert. Im Winterfell ist die Grundfarbe braun, wobei dunkelbraune, rotbraune und beigefarbene Tönungen vorkommen. Im Sommerfell verstärken sich die Rottöne des Fells. Ein schwarzer Streifen, der sich vom Hals zur Mitte des Rückens zieht, ist ebenfalls nur im Sommer sichtbar. Die Bauchseite ist gelblich oder grauweiß. Zwischen dem hellen Bauch und den dunkleren Flanken verläuft ein schwarzer oder brauner Streifen, der aber nicht immer sichtbar und manchmal unterbrochen ist. Gesäß und Schwanz sind weiß. Weiße Zeichnungen auf dem Rücken kommen bei zwei Formen vor (Altai-Argali, Gobi-Argali). Auch der Hals und die Schnauzenspitze können weißlich sein. Die Beine sind auf der Außenseite braun wie Flanken und Rücken, manchmal auch etwas dunkler; die Innenseite der Beine ist weißlich. Weibliche Argalis gleichen in der Regel farblich den Widdern, sind aber im Schnitt etwas heller.
</p><p>Die Hörner sind länger und schwerer als die aller anderen Wildschafe. Ihre Farbe ist gelbbraun. Bei den Widdern des Pamir-Argali können sie 164&nbsp;cm lang werden; bei anderen Vertretern liegt die mittlere Hornlänge bei 110 bis 120&nbsp;cm. An der Basis haben die Hörner einen Umfang von etwa 40&nbsp;cm. Sie vollführen in einer Spirale bis zu zwei volle Umdrehungen und weisen dann zur Seite. Die Spannweite beträgt im Schnitt 75&nbsp;cm, beim Pamir-Argali bis zu 130&nbsp;cm. Zusammen mit dem Schädel wiegen die Hörner bis 22&nbsp;kg. Die Oberfläche der Hörner ist geriffelt, die Farbe ist graugelb. Durch die Kämpfe zwischen den Widdern findet man oft Tiere mit beschädigten oder abgebrochenen Hornspitzen. Auch die Weibchen haben beim Argali Hörner. Diese sind aber viel kürzer als die der Widder (Länge 30 bis 45&nbsp;cm), wesentlich dünner und eher säbelförmig.
</p><p>Argalis laufen nach Art der Hausschafe und können dabei Geschwindigkeiten von 50&nbsp;km/h (Widder) bzw. 60&nbsp;km/h (Weibchen) erreichen.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verbreitung">Verbreitung</h2></div>

<p>Das Verbreitungsgebiet der Argalis umfasst etliche Gebirgsketten <a href="Zentralasien" title="Zentralasien">Zentralasiens</a> und reicht vom <a href="Altai" title="Altai">Altai</a>-Gebirge und <a href="Sibirien" title="Sibirien">Südsibirien</a> über die <a href="Mongolei" title="Mongolei">Mongolei</a>, <a href="Tibet" title="Tibet">Tibet</a> und das <a href="Tianshan" class="mw-redirect" title="Tianshan">Tianshan</a>-Gebiet bis nach <a href="Nepal" title="Nepal">Nepal</a> und ins <a href="Pamir_(Gebirge)" title="Pamir (Gebirge)">Pamirgebirge</a>.
</p><p>Fossilfunde aus dem <a href="Pleistoz%C3%A4n" title="Pleistozän">Pleistozän</a> zeigen, dass Argalis einst auch im <a href="Kaukasus" title="Kaukasus">Kaukasus</a> und im <a href="Iran" title="Iran">Iran</a> verbreitet waren.
</p><p>Argalis leben in Höhen zwischen 300 und 5750&nbsp;m. Sie bevorzugen sanfte Steigungen; nur Weibchen mit Lämmern suchen zum Schutz vor Feinden auch schroffe Hänge auf. Böcke sind kältetoleranter als Weibchen und steigen früher im Jahr in große Höhen auf. Für gewöhnlich meiden Argalis bewaldete Gebiete. Wo aber Viehhaltung und Jagd die Argalis verdrängt haben, haben sie sich in artfremde Lebensräume zurückgezogen und sind nun Waldtiere, so etwa in Teilen <a href="Kasachstan" title="Kasachstan">Kasachstans</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Sozialverhalten">Sozialverhalten</h2></div>
<p>Argalis sind Herdentiere. Böcke und Weibchen leben in getrennten Herden. Die geschlechtsreifen Böcke bilden außerhalb der <a href="Brunft" title="Brunft">Brunft</a> Verbände von 2 bis 27 Tieren, wobei der Durchschnitt der Herdengröße bei vier (Tianshan) bzw. acht (Altai) liegt. Manche Männchen leben auch als Einzelgänger.
</p><p>Die anderen Herden werden von Weibchen, Jungtieren und noch nicht geschlechtsreifen Böcken gebildet. Diese Herden sind größer, umfassen zwei bis 90 Tiere, und im Altai manchmal bis zu 200 Individuen. Dominant sind in diesen Herden nicht die Weibchen, sondern die jungen Böcke.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Fortpflanzung">Fortpflanzung</h2></div>
<p>Zur Brunftzeit lösen sich die Herden der Böcke auf, und deren Mitglieder suchen die Weibchenherden auf. Dann nimmt jede Weibchenherde einen oder mehrere (maximal sechs) Böcke auf. Die Brunft findet im Winter statt. In der <a href="Mongolei" title="Mongolei">Mongolei</a> dauert sie von September bis Oktober, im <a href="Altai" title="Altai">Altai</a> von November bis Dezember, in <a href="Tibet" title="Tibet">Tibet</a> von Dezember bis Januar.
</p><p>In der ersten Woche der Brunft kommt es zu Kämpfen, in denen die Böcke eine Hierarchie bestimmen. Dabei stoßen sie heftig mit den Hörnern zusammen, was 400 bis 800 m weit zu hören ist. Häufig haben die Kämpfe beschädigte Hörner oder verletzte Schnauzen zur Folge. Nach dem Ende der Kämpfe tolerieren auch mehrere Böcke innerhalb einer Herde einander, dulden aber keine zu große Annäherung. Die Böcke beschnüffeln nun die Genitalien der Weibchen und vollziehen die Kopulation. Nach dem Ende der Brunft bleiben die Böcke noch ein bis zwei Monate in der Weibchenherde, ehe sie wieder eigene Wege gehen.
</p><p>Die <a href="Tragzeit" class="mw-redirect" title="Tragzeit">Tragzeit</a> beträgt 160 bis 165 Tage. In klimatisch freundlichen Lagen werden die ersten Lämmer im März und April geboren, in Hochgebirgslagen nicht vor Mai/Juni. Für gewöhnlich wird ein einziges Jungtier geboren, aber <a href="Zwilling" class="mw-redirect" title="Zwilling">Zwillingsgeburten</a> kommen vor. Beim Altai-, Pamir- und Tibet-Argali sind Zwillinge seltene Ausnahmen; am häufigsten sind sie beim Tianshan-Argali, wo 33&nbsp;% der Weibchen Zwillinge zur Welt bringen und einmal sogar Drillinge beobachtet wurden. Generell sind Zwillingsgeburten in unwirtlichen Regionen viel seltener als in tieferen Höhenlagen.
</p><p>Die Jungtiere haben ein graugelbes Fell, der Kopf hebt sich davon dunkelbraun ab. Bei der Geburt wiegen sie etwa 3&nbsp;kg. Im Alter von 15 bis 20 Tagen setzt das Wachstum der Hörner ein. Gleichzeitig bildet sich das <a href="Milchgebiss" title="Milchgebiss">Milchgebiss</a>, das erst im Alter von zwei Jahren durch das bleibende Gebiss ersetzt wird. Solange Jungtiere gesäugt werden, separieren sich die Muttertiere von den Herden und suchen schrofferes Gelände auf. Im Alter von ein bis zwei Monaten grasen Jungtiere und werden nicht mehr gesäugt.
</p><p>In freier Wildbahn werden Argalis bis zu 13 Jahre alt, erreichen aber meistens nur ein Alter von vier bis fünf Jahren.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Nahrung">Nahrung</h2></div>
<p>Die Nahrung sind hauptsächlich <a href="Seggen" title="Seggen">Seggen</a> und <a href="S%C3%BC%C3%9Fgr%C3%A4ser" title="Süßgräser">Süßgräser</a>, daneben auch Kräuter. In tieferen Höhenlagen werden auch Blätter von Sträuchern gefressen. Der Tagesbedarf an Nahrung beträgt 16 bis 18 kg.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Feinde">Feinde</h2></div>
<p>Der wichtigste natürliche Feind des Argalis ist der <a href="Wolf" title="Wolf">Wolf</a>. Je nach Region sind 3 bis 73&nbsp;% aller Todesfälle unter Argalis auf Wölfe zurückzuführen. Weitere Tiere, die Argalis jagen, sind <a href="Schneeleopard" title="Schneeleopard">Schneeleopard</a>, <a href="Vielfra%C3%9F" title="Vielfraß">Vielfraß</a>, <a href="Eurasischer_Luchs" title="Eurasischer Luchs">Luchs</a> und <a href="Braunb%C3%A4r" title="Braunbär">Braunbär</a>. Lämmer haben eine größere Zahl von Fressfeinden, so auch den <a href="Rotfuchs" title="Rotfuchs">Rotfuchs</a> und den <a href="Steinadler" title="Steinadler">Steinadler</a>. Weibchen versuchen, ihre Lämmer gegen solche Feinde zu verteidigen, die ihnen nicht selbst gefährlich werden können.
</p><p>Auch harte Winter können Argalis schwer zusetzen. In extrem kalten und schneereichen Jahren können ganze Populationen zusammenbrechen. So starben 1996 in Tibet die Hälfte aller Argalis durch einen harten Winter.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Arten">Arten</h2></div>


<p>Ursprünglich wurden alle Vertreter zu einer Art zusammengefasst, innerhalb dieser unterschied Grubb (2005) neun <a href="Unterart" title="Unterart">Unterarten</a> des Argali.<sup id="cite_ref-Grubb_1-0" class="reference"><a href="#cite_note-Grubb-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Durch eine Revision der Hornträger im Jahr 2011 wurden alle auf Artstatus angehoben. Folgende Arten sind heute anerkannt:<sup id="cite_ref-Groves_et_al._2011_2-0" class="reference"><a href="#cite_note-Groves_et_al._2011-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul><li>Altai-Wildschaf oder Altai-Argali (<i>Ovis ammon</i> <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */


.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}


/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">(Linnaeus, 1758)</span>): südliches <a href="Sibirien" title="Sibirien">Sibirien</a> und westliche <a href="Mongolei" title="Mongolei">Mongolei</a> im <a href="Altai" title="Altai">Altai</a> und im <a href="Sajangebirge" title="Sajangebirge">Sajangebirge</a>; sehr groß, schweres Gehörn, Hals und Rumpf graubraun.</li>
<li>Kasachstan-Wildschaf oder Karaganda-Argali (<i>Ovis collium</i> <span class="Person h-card">Severtzov, 1873</span>): Isoliert von den anderen Arten im nordöstlichen <a href="Kasachstan" title="Kasachstan">Kasachstan</a>.</li>
<li><a href="Gobi-Wildschaf" title="Gobi-Wildschaf">Gobi-Wildschaf</a> oder Gobi-Argali (<i>Ovis darwini</i> <span class="Person h-card">Przewalski, 1883</span>): Gebiet der <a href="Gobi" title="Gobi">Gobi</a> in der Mongolei und China.</li>
<li><a href="Tibet-Argali" class="mw-redirect" title="Tibet-Argali">Tibet-Argali</a> oder Großes Tibetschaf (<i>Ovis hodgsonii</i> <span class="Person h-card">Blyth, 1841</span>): <a href="Hochland_von_Tibet" title="Hochland von Tibet">Hochland von Tibet</a>, <a href="Himalaya" title="Himalaya">Himalaya</a>; groß, die Hörner bilden keinen vollen Kreis. Der Altunschan- oder Gansu-Argali des <a href="Altun" title="Altun">Altun</a>-Gebirges im nördlichen Tibet wird oft als isoliertes Vorkommen betrachtet oder als eigenständige Unterart oder Art <i>Ovis dalailamae</i> geführt.<sup id="cite_ref-Jiang_et_al._2013_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Jiang_et_al._2013-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li><a href="Nordchina-Wildschaf" title="Nordchina-Wildschaf">Nordchina-Wildschaf</a> oder Nordchinesischer Argali (<i>Ovis jubata</i> <span class="Person h-card">Peters, 1876</span>): <a href="Innere_Mongolei" title="Innere Mongolei">Innere Mongolei</a>.</li>
<li>Tianshan-Wildschaf (<i>Ovis karelini</i> <span class="Person h-card">Severtzov, 1873</span>): <a href="Tianshan" class="mw-redirect" title="Tianshan">Tianshan</a> nördlich des <a href="Naryn_(Fluss)" title="Naryn (Fluss)">Naryn</a>, <a href="Kirgisisches_Gebirge" title="Kirgisisches Gebirge">Kirgisisches Gebirge</a>, <a href="Tarbagatai-Gebirge" class="mw-redirect" title="Tarbagatai-Gebirge">Tarbagatai-Gebirge</a>.</li>
<li><a href="Karatau-Wildschaf" title="Karatau-Wildschaf">Karatau-Wildschaf</a> (<i>Ovis nigrimontana</i> <span class="Person h-card">Severtzov, 1873</span>): süd-zentrales Kasachstan, Gebiet des <a href="Qaratau_(Gebirge)" title="Qaratau (Gebirge)">Karatau</a>.</li>
<li>Pamir-Wildschaf, auch Katschkar oder Marco-Polo-Schaf (<i>Ovis polii</i> <span class="Person h-card">Blyth, 1841</span>): <a href="Pamir_(Gebirge)" title="Pamir (Gebirge)">Pamir</a> (beispielsweise <a href="Taschkorgan-Reservat" title="Taschkorgan-Reservat">Taschkorgan-Reservat</a> und <a href="Khunjerab-Nationalpark" title="Khunjerab-Nationalpark">Khunjerab-Nationalpark</a>); mittelgroß, riesige Hörner, die sich zum vollen Kreis winden und an den Spitzen weit nach außen ragen. Die Unterschiede zwischen Marco-Polo-Argali und Tienshan-Argali sind allerdings schwach ausgeprägt und so könnten beide einer einzigen Art angehören. Das Verbreitungsgebiet zwischen den Marco-Polo-Argalis im Pamirgebirge und den Tienshan-Argalis im Tienshan ist ebenfalls kontinuierlich<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li>
<li>Kysylkum-Wildschaf oder Nuratau-Argali (<i>Ovis severtzovi</i> <span class="Person h-card">Nasonov, 1914</span>): nordöstliches <a href="Usbekistan" title="Usbekistan">Usbekistan</a>. Das Kysylkum-Argali wurde lange als Übergangsform zwischen Argali und <a href="Urial" title="Urial">Urial</a> angesehen. Anhand der Schädelmerkmale steht die Art den Urialen näher.<sup id="cite_ref-Groves_et_al._2011a_5-0" class="reference"><a href="#cite_note-Groves_et_al._2011a-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Neuere Untersuchungen des <a href="Chromosomensatz" title="Chromosomensatz">Chromosomensatzes</a> zeigten jedoch, dass es dem Argali zuzurechnen ist. Unter anderem besitzt es 56 Chromosomen wie alle bisher untersuchten Arten der Argalis.<sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Verhältnis_zum_Menschen"><span id="Verh.C3.A4ltnis_zum_Menschen"></span>Verhältnis zum Menschen</h2></div>
<p>Der erste Europäer, der ein Argali beschrieb, war <a href="Wilhelm_von_Rubruk" title="Wilhelm von Rubruk">Wilhelm von Rubruk</a>, ein <a href="Franziskanische_Orden" title="Franziskanische Orden">Franziskaner</a>, der die Mongolei bereiste. Die erste wissenschaftliche Beschreibung lieferte <a href="Johann_Georg_Gmelin_(Entdecker)" title="Johann Georg Gmelin (Entdecker)">Johann Georg Gmelin</a>, der 1752/53 im Altai Argalis sah, zeichnete und ihnen auch den Namen „Argali“ verlieh. Diesen Namen entlehnte er der <a href="Mongolische_Sprache" title="Mongolische Sprache">mongolischen Sprache</a>. Den wissenschaftlichen Namen <i>Capra ammon</i> vergab <a href="Carl_von_Linn%C3%A9" title="Carl von Linné">Carl von Linné</a> 1758. Der Name <i>ammon</i> war vom Gott <a href="Amun" title="Amun">Amun</a> (auch Ammon genannt) abgeleitet, der in der ägyptischen Vorstellung ein Widdergehörn trug. <a href="Peter_Simon_Pallas" title="Peter Simon Pallas">Peter Simon Pallas</a> stellte das Argali später in die Gattung <i>Ovis</i> und benannte es <i>Ovis argali</i>. Da nach den Regeln der <a href="Internationale_Regeln_f%C3%BCr_die_Zoologische_Nomenklatur" title="Internationale Regeln für die Zoologische Nomenklatur">ICZN</a> der zuerst vergebene Artname gelten muss, trägt das Altai-Wildschaf heute den wissenschaftlichen Namen <i>Ovis ammon</i>.
</p><p>Durch <a href="Troph%C3%A4e" title="Trophäe">Trophäenjagd</a> und Konkurrenz mit Haustierherden sind die Argalis heute fast überall selten geworden oder ganz verschwunden. In Nordostchina, Teilen der Mongolei, den größten Teilen Südsibiriens, <a href="Kasachstan" title="Kasachstan">Kasachstans</a> und <a href="Usbekistan" title="Usbekistan">Usbekistans</a> wurden die Tiere bereits ausgerottet. Im <a href="Himalaya" title="Himalaya">Himalaya</a>, der Inneren Mongolei und in den meisten Teilen Tibets und <a href="Xinjiang" title="Xinjiang">Xinjiangs</a> sind sie heute selten geworden. In <a href="Russland" title="Russland">Russland</a> leben nur noch wenige im Altaigebirge.
</p><p>Alle Arten nehmen im Bestand ab, und die Gesamtzahl der Argalis dürfte sich auf weniger als 80.000 Tiere in ganz <a href="Asien" title="Asien">Asien</a> belaufen. Am ehesten halten sie sich heute noch in <a href="Tadschikistan" title="Tadschikistan">Tadschikistan</a>, <a href="Kirgisistan" title="Kirgisistan">Kirgisistan</a> und Teilen der Mongolei auf. Die <a href="IUCN" title="IUCN">IUCN</a> führt die Argalis im Status gering gefährdet (<i>near threatened</i>). Der Karatau-Argali gilt als „vom Aussterben bedroht“, der Gobi-Argali und Kysylkum-Argali als „stark gefährdet“ und alle anderen Arten als „gefährdet“.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<ul><li>Alexander K. Fedosenko, David A. Blank: <i>Ovis ammon.</i> In: <i>Mammalian Species.</i> Nr. 773, 2005, <span class="-print"><a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a>&nbsp;<span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%220076-3519%22&amp;key=cql">0076-3519</a></span></span>, S. 1–15.</li>
<li><a href="Colin_Groves" title="Colin Groves">Colin P. Groves</a> und David M. Leslie Jr.: <i>Family Bovidae (Hollow-horned Ruminants).</i> In: Don E. Wilson und <a href="Russell_A._Mittermeier" class="mw-redirect" title="Russell A. Mittermeier">Russell A. Mittermeier</a> (Hrsg.): <i>Handbook of the Mammals of the World.</i> Volume 2: <i>Hooved Mammals.</i> Lynx Edicions, Barcelona 2011, ISBN 978-84-96553-77-4, S. 733–739.</li>
<li>Vivek Menon (Hrsg.): <i>A Field Guide to Indian Mammals.</i> Dorling Kindersley, Delhi 2003, ISBN 0-14-302998-3.</li>
<li>Ronald M. Nowak: <i>Walker's Mammals of the World.</i> 2 Bände. 6th edition. Johns Hopkins University Press, Baltimore MD u. a. 1999, ISBN 0-8018-5789-9.</li>
<li>Stanley H. Prater: <i>The Book of Indian Animals.</i> 3rd edition. Bombay Natural History Society, Bombay 1971.</li>
<li>CITES Instruktion für den grenztierärztlichen Dienst</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<ol class="references">
<li id="cite_note-Grubb-1"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Grubb_1-0">↑</a></span> <span class="reference-text">
Peter Grubb: <cite style="font-style:italic">Order Perissodactyla</cite>. In: Don E. Wilson, DeeAnn M. Reeder (Hrsg.): <cite style="font-style:italic"><a href="Mammal_Species_of_the_World" title="Mammal Species of the World">Mammal Species of the World</a>. A Taxonomic and Geographic Reference</cite>. 3. Auflage. Johns Hopkins University Press, Baltimore 2005, ISBN 0-8018-8221-4, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em">&nbsp;</span>637–722</span> (S.&nbsp;707–708).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&amp;rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&amp;rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Argali&amp;rft.atitle=Order+Perissodactyla&amp;rft.au=Peter+Grubb&amp;rft.btitle=Mammal+Species+of+the+World.+A+Taxonomic+and+Geographic+Reference&amp;rft.date=2005&amp;rft.edition=3.&amp;rft.genre=book&amp;rft.isbn=0801882214&amp;rft.pages=637-722&amp;rft.place=Baltimore&amp;rft.pub=Johns+Hopkins+University+Press" style="display:none">&nbsp;</span></span>
</li>
<li id="cite_note-Groves_et_al._2011-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Groves_et_al._2011_2-0">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Colin_Groves" title="Colin Groves">Colin P. Groves</a> und David M. Leslie Jr.: <i>Family Bovidae (Hollow-horned Ruminants).</i> In: Don E. Wilson und <a href="Russell_A._Mittermeier" class="mw-redirect" title="Russell A. Mittermeier">Russell A. Mittermeier</a> (Hrsg.): <i>Handbook of the Mammals of the World.</i> Volume 2: <i>Hooved Mammals.</i> Lynx Edicions, Barcelona 2011, ISBN 978-84-96553-77-4, S. 733–739</span>
</li>
<li id="cite_note-Jiang_et_al._2013-3"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Jiang_et_al._2013_3-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Lichun Jiang, Gaochao Wang, Shuai Tan, Shu Gong, Min Yang, Quekun Peng, Rui Peng und Fangdong Zou: <i>The complete mitochondrial genome sequence analysis of Tibetan argali (Ovis ammon hodgsoni): Implications of Tibetan argali and Gansu argali as the same subspecies.</i> Gene 521, 2013, S.
24–31</span>
</li>
<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text">George B. Schaller, Aili Kang: <i>Status of Marco Polo sheep Ovis ammon polii in China and adjacent countries: conservation of a Vulnerable subspecies.</i> In: <i>Oryx</i>, Vol 42, No 1, 2008</span>
</li>
<li id="cite_note-Groves_et_al._2011a-5"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-Groves_et_al._2011a_5-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Colin Groves und Peter Grubb: <i>Ungulate Taxonomy.</i> Johns Hopkins University Press, 2011, S. 1–317 (S. S. 108–280)</span>
</li>
<li id="cite_note-6"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-6">↑</a></span> <span class="reference-text">Bunch et al.: <i>Chromosome number of Severtzov’s sheep (Ovis ammon severtzovi): G-banded karyotype comparisons within ovis.</i> In: <i>Journal of Heredity</i>, 1998, <a class="external mw-magiclink-pmid" rel="nofollow" href="https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9656470?dopt=Abstract">PMID 9656470</a>, <a rel="nofollow" class="external text" href="http://jhered.oxfordjournals.org/cgi/reprint/89/3/266">oxfordjournals.org</a> (PDF)</span>
</li>
<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.iucnredlist.org/apps/redlist/search/quick/?text=ovis+ammon">Website der IUCN</a>, abgerufen am 26. September 2008.</span>
</li>
</ol>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Ovis_ammon?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Argali</a></span></b>&nbsp;– Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Argali" class="extiw external" title="wikt:Argali">Wiktionary: Argali</a></b>&nbsp;– Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.iucnredlist.org/search?query=Ovis%20ammon&amp;searchType=species"><span style="font-style:italic;">Ovis</span> <span style="font-style:italic;">ammon</span></a> in der <a href="Rote_Liste_gef%C3%A4hrdeter_Arten" title="Rote Liste gefährdeter Arten">Roten Liste gefährdeter Arten</a> der <a href="IUCN" title="IUCN">IUCN</a> 2013.2. Eingestellt von: Harris, R.B. &amp; Reading, R., 2008. Abgerufen am 22. Januar 2014.</li></ul></div><!--htdig_noindex--><div><div class="zim-footer">
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